8 Jahresweltbestleistungen beim S-Cup

Auch wenn es keinen neuen Weltrekord zu vermelden gibt: die 22. Auflage des Sparkassen-Cups am gestrigen Samstag (2. Februar) war wieder einmal Spitze. Rund 7.500 begeisterte Zuschauer sahen in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle in 8 der 14 Disziplinen neue Jahresweltbestleistungen.

Herausragend waren insbesondere die beiden Hürdensprints. Über 60 Meter der Frauen steigerte sich Europameisterin Susanna Kallur (Schweden) auf 7,72 Sekunden und über dieselbe Distanz bei den Männer war Dayron Robles in 7,36 Sekunden erfolgreich. Dies sind jeweils die zweitbesten Zeiten, die bislang unter dem Hallendach erzielt worden sind. Susanna Kallur schrammte damit nur um 3 Hundertstelsekunden am Weltrekord vorbei, Dayron Robles fehlten nur 6 Hundertstelsekunden zur Weltbestmarke von Collin Jacksen, aufgestellt 1994 im Sindelfinger Glaspalast.

Doch es waren nicht nur die internationalen Stars, die in der Schleyerhalle für Schlagzeilen sorgten; auch die Atheten des WLV haben sich gut in Szene gesetzt. Tobias Unger (LAZ Salamander) war mit seiner Siegerzeit von 20,84 Sekunden, die er bei seinem ersten 200-Meter-Lauf in der Halle seit fast genau 2 Jahren erzielte, sehr zufrieden. Man darf gespannt sein, was er bei den weiteren Starts am kommenden Sonntag in der Karlsruher Europahalle und bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen noch draufzulegen hat.

Mit Stabhochspringer Fabian Schulze (LAZ Salamander) meldete sich eine weiterer WLV-ler in der Weltklasse zurück. Er meisterte als Dritter eines hochklassigen Wettkampfes 5,76 Meter und ist damit bereits der vierte deutsche Springer, der die Hallen-WM-Norm von 5,70 Meter gepackt hat. In Stuttgart hat Fabian Schulze jedoch alle sein Konkurrenten um ein Ticket zu den Hallentitelkämpfen vom 7.-9. März im spanischen Valencia hinter sich gelassen. Gemeinsam mit Tim Lobinger steht er nun auf Rang 1 der aktuellen DLV-Hallenbestenliste.

Mit Arne Gabius vom LAV ASICS Tübingen reihte sich ein weiterer WLV-ler in die Reihen der Hallen-WM-Kandidaten ein. Er war hinter 4 Läufern aus Athiopien und 2 Kenianern schnellster Deutscher auf Platz 7 mit neuer persönlicher Hallen-Bestmarke von 7:50,71 Minuten. Damit hat auch er die geforderte WM-Norm des DLV von 7:52,00 Minuten klar unterboten.

Ebenfalls bester Deutscher war Weitspringer Peter Rapp (LAV ASICS Tübingen), der sich mit seinem weitesten Sprung von 7,86 Metern als Vierter platzieren konnte. Sein Vereinskamerad Marius Broening stellte im 60-Meter-Sprint seine gute Form unter Beweis. Er qualifizierte sich fürs Finale der besten sechs Sprinter mit einer Vorlaufzeit von 6,67 Sekunden. Eine Steigerung der persönlichen Bestmarke konnte die Stuttgarterin Nadine Hildebrand (LAZ Salamander) vor heimischem Publikum feiern. Sie konnte sich mit ihre 8,18 Sekunden über 60 Meter Hürden in dem starken Feld zwar nicht fürs Finale qualifizieren, aber zumindest alle ihre deutschen Konkurrentinnen hinter sich lassen und ihre Hausmarke um weitere 2 Hundertstelsekunden steigern.

Die kompletten Ergebnisse des 22. Sparkassen-Cups finden Sie [HIER]

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