Sindelfingen - Immer rekordverdächtig

Dass die Sindelfinger Leichtathletik-Halle immer gut ist für herausragende Ergebnisse, haben zahlreiche deutsche Rekorde in den vergangenen Jahren bewiesen. 2005 sprintete Tobias Unger (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) über 200 Meter die Rekordzeit von 20,56 Sekunden. Dieses Jahr kehrt er an die Erfolgsstätte zurück.

Bestens in Erinnerung dürfte den Zuschauern in Sindelfingen der Rekordlauf von Tobias Unger aus dem Jahr 2005 sein. Dort stellte er in 20,56 Sekunden eine neue nationale Bestmarke auf, die er wenig später bei der Hallen-EM im spanischen Madrid bei seinem Titelgewinn noch einmal auf 20,53 Sekunden verbesserte. Zu den diesjährigen Deutschen Hallen-Meisterschaften in Sindelfingen (23./24. Februar) kehrt er daher mit ganz besonderen Erinnerungen zurück.

„Ich denke sehr oft an dieses Rennen. Es war ein unheimlich schönes Erlebnis, besonders, weil ich vor heimischem Publikum gelaufen bin“, sagt der 28-Jährige. „Ein Titel mit Rekord ist natürlich bedeutender als nur der Titel.“ Den nationalen Titelkämpfen in Sindelfingen fiebert er nach überstandenen Verletzungssorgen schon jetzt entgegen: „Ich freue mich, dass jetzt, da ich wieder fit bin, die Meisterschaften in Sindelfingen stattfinden. Da kann ich beweisen, dass es vor drei Jahren keine Eintagsfliege war.“

Und dass Tobias Unger bereits wieder in Form ist, bewies er beim Sparkassen-Cup in Stuttgart. Nach 20,84 Sekunden über 200 Meter überquerte er die Ziellinie und sieht noch Verbesserungspotential: „In Stuttgart war die Kurve noch nicht optimal. Ich merke, dass ich noch mehr Rennpraxis brauche. Eine 20,60er-Zeit würde ich in diesem Winter gerne noch laufen.“

Und Sindelfingen würde sich dafür sicherlich anbieten. Denn Tobias Unger weiß: „Das ist eine schöne Halle und eine schnelle Bahn.“ Wie gemacht also für einen erneuten Sturmlauf.

Zwölf aktuelle Rekorde

Zwölf der derzeitigen deutschen Hallenrekorde in den Altersklassen Jugend A, Junioren und Aktive wurden im Sindelfinger Glaspalast aufgestellt. Hinzu kommen drei Hallen-Bestleistungen aus Wettbewerben, in denen keine offiziellen Hallenrekorde geführt werden sowie sechs Bestleistungen in der B-Jugend.

Bekannte Namen wie Thomas Schönlebe (SC Karl-Marx-Stadt; 400 m in 45,05 sec), Stephane Franke (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg; 5.000 m in 13:30,15 min) oder der damals noch der Juniorenklasse angehörende Heppenheimer Florian Schwarthoff (60 m Hürden in 7,52 sec) nutzten die schnelle Bahn und trugen sich in die Rekordliste ein. Gleich zweifach gelang dies Weitspringer Dietmar Haaf (LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg) mit seinem Satz auf 8,25 Meter: deutscher Rekord sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Junioren.

Mehr: Microsite Deutsche Hallen-Meisterschaften

Quelle: DLV-Pressedienst / Anja Herlitz

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