U18-Ländervergleichskampf 2008 in Ludwigsburg

Am Freitag, den 5. September traf sich die B-Jugend Auswahlmannschaft von Baden-Württemberg um 17 Uhr im Jahnstadion in Ludwigsburg.

In diesem Stadion sollte morgen auch der anstehende und traditionelle U-18 Ländervergleichskampf stattfinden.
Wir, das waren über 70 Athletinnen und Athleten, die mit viel Kampfgeist und Selbstvertrauen, dem Länderkampf gegen Nordrhein-Westfalen und Hessen entgegenfieberten. Für manch einen von uns war dies der letzte Wettkampf für diese Saison und sollte somit einen schönen Ausklang bedeuten.

Zum einen bedeutete der Wettkampf ein Wiedersehen mit allen Athletinnen und Athleten, mit denen man eine Woche zuvor schon in der Schweiz in Tenero beim diesjährigen B-Jugend Trainingslager zusammen trainiert hat, zum anderen hatten wir die Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen.

Alle Athletinnen und Athleten, die noch nicht mit den tollen Baden-Württemberg Jacken, T-Shirts und Radlerhosen in Brixen beim Länderkampf am Anfang der Saison eingekleidet worden sind, nahmen nach ihrer Ankunft im Jahnstadion die Wettkampfkleidung mit Freude in Empfang.

Um 17:30 Uhr gab es dann eine Mannschaftsbesprechung unter der Leitung von Sven Rees.
Dieser stellte uns unsere Trainer vor, die uns am morgigen Wettkampftag begleiten sollten. Auch wurde der Ablauf des verbleibenden Abends besprochen. Es war nämlich ein Besuch der Venezianischen Messe in den Straßen von Ludwigsburg geplant, wo wir auch zu Abend essen sollten.

Auch wurden wir ermutigt am nächsten Tag gute Leistungen zu erbringen, auch wenn der Länderkampf schon etwas spät im Jahr ist und der ein oder andere schon eine lange und erfolgreiche Saison hinter sich hatte.

Nachdem alles abgeklärt war, hieß es ´´Beziehen der Hallen´´.
Wir übernachteten direkt neben unserem morgigen Wettkampfstadion – dem Jahnstadion.
Somit hatten wir nach unserer Mannschaftsbesprechung nur einen kurzen Fußweg zu unserer Schlafstätte.

Um 19 Uhr holten uns 2 Busse am Stadion ab und brachten uns - die gut gelaunten und für den morgigen Wettkampf motivierten Sportler - zur Venezianischen Messe.
Viele von uns konnten sich unter einer ´´Venezianischen Messe´´ nichts vorstellen und somit waren wir gespannt was uns in Ludwigsburg erwarten wird.
Der ein oder andere dachte sogar, dass wir eine Kirche besichtigen werden ;-)

Bild Venezianische Messe

Das Wichtigste der meisten unter uns, war jedoch zuerst einmal der Essensstand, wo wir unsere Essensgutscheine einlösen konnten zu finden. Für jeden gab es ein beliebiges Getränk, leckere wilde Kartoffeln und ein Wurst- oder Schinkenbrötchen.
Danach hatten wir dann genügend Zeit ( 2 Stunden) und auf der Messe umzusehen.
Überall begegneten uns Frauen und Männer die kunterbunt geschminkt waren, bunte Masken und üppige Gewänder trugen.
Dem ein oder anderen wurde sogar ein Foto mit Caesar ermöglicht, der sich ebenfalls auf der Messe in Ludwigsburg aufhielt.
Auch gab es verschiedene Aufführungen, die manche von uns gespannt verfolgten.
Diejenigen, die sich von den Aufführungen nicht inspirieren lassen konnten, konnten sich Masken, Schmuck etc. an verschiedenen Verkaufsständen anschauen oder kaufen.

Insgesamt war es also ein schöner Abend auf der Venezianischen Messe in Ludwigsburg und es war für jeden etwas dabei, was ihm gefiel.

Nachdem die Zeit auf der Messe zu Ende ging, holten uns gegen halb zehn wieder unsere usse ab und brachten uns ins unsere Turnhalle.
Die Sportlerinnen und Sportler hatten jetzt noch eine gute Stunde Zeit, bis sie in ihre jeweiligen Turnhallen (Mädels und Jungs wurden in getrennten Schlafräumen untergebracht)
ins Bett gehen sollten.
Wir schliefen entweder auf unseren mitgebrachten Isomatten oder auf Matten aus der Turnhalle.
Zwar dauerte es noch einige Zeit bis alle leise in ihren Betten lagen, trotzdem wurde es relativ schnell ruhig, sodass alle schlafen konnten, um für den morgigen Wettkampf fitt zu sein,
denn schließlich sollte es nicht ganz so einfach werden die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen zu schlagen, auch wenn wir einer der leistungsstärksten Verbände in Deutschland waren.

Morgens, motiviert aufgestanden, gab es ein leckeres Frühstück direkt in der Sporthalle. Danach ging es ins Stadion zur Besprechung der Mannschaft und mit unserem Sven, bei der noch mal die wichtigsten Informationen uns mitgeteilt wurden und uns viel Glück und ein guter Wettkampf gewünscht wurde.
Es folgte der Einmarsch aller drei Mannschaften bei der jeder mitlief bis auf die die sich schon für die Wettkämpfe vorbereiten mussten.

Dann ging es endlich los...mit dem Wettkampf aber auch leider mit vielen grauen Wolken und Regen.
Florian Hübner zeigte sich in den Sprintwettbewerben als fleißiger Punktesammler für das Team von NRW: er gewann die 100 und die 200 Meter in 11,08 bzw. 22.01 Sekunden. Für das Team aus BaWü holten über 100 Meter Patrick Domogala in 11,31 Sekunden und Kai Mühlbach über 200 Meter in 22,59 Sekunden die meisten Punkte. Alexander Köber war in 51,17 Sekunden (Platz 5) schnellste 400 Meter-Sprinter der baden-württembergischen Mannschaft, der deutsche B-Jugendmeister über 1500 Meter, Alexander Schwab, holte sich über 800 Meter in 1:58,81 Minuten Platz 2, Timo Benitz wurde über 1500 Meter in 4:11,20 Minuten Vierter und Manuel Groß war über 3.000 Meter als Fünfter in 9:14,14 Minuten bester der BaWü-Mannschaft.

Moritz Riekert holte sich über 110 Meter Hürden in 14,26 Sekunden einen der 6 Einzelsiege bei der männlichen Jugend B. Über 400 Meter Hürden wurde Michael Schnepf in 58,50 Sekunden Fünfter ebenso wie Eike Haumann über 3.000 Meter Hindernis in 6:36,75 Minuten.

In den Sprungdisziplinen gab es zwei Siege für die Baden-Württembergische Mannschaft. So war Marc-Dominik Klaschka mit 6,83 Metern bester Weitspringer und Gregor Traber war als deutscher Jugendmeister standesgemäß im Dreisprung mit 14,39 Metern nicht zu schlagen. Im Hochsprung holte sich Stefan Vogt mit 1,80 Meter ebenso Rang 4 wie Florian Gaul im Stabhochsprung mit 4,20 Metern.

Ganz starke Leistungen zeigten die baden-württembergischen Werfer. Im Speerwurf gab es durch Andreas Hofmann (74,15 Meter) und Florian Janischek (62,84 Meter) sogar einen Doppelsieg. Der Kugelstoßwettbewerb war eine sichere Angelegenheit für den deutschen B-Jugendmeister Marcel Bosler, der mit 19,95 Metern nur ganz knapp an der 20-Meter-Marke vorbeischrammte. Sieger im Diskuswerfen wurde Michael Salzer, dessen bester Versuch im Jahnstadion bei 57,46 Meter landete und Bastian Wörner platzierte sich im Hammerwerfen mit 59,63 Meter auf dem 3. Rang.

Eine sichere Angelegenheit war die abschließende 4x100 Meter-Staffel für den Nachwuchs aus Baden-Württemberg. Jochen Hock, Patrick Domogala, Dennis Herdt und Kai Mühlbach brachten den Staffelstab sicher als Erste ins Ziel, konnten damit jedoch den Sieg des Team saus NRW nicht mehr gefährden.

8 Einzelsiege holten sich die Mädchen der weiblichen Jugend B des gastgebenden Teams, darunter sogar 3 Doppelsiege. So gab es über 100 Meter Hürden durch Jana Tromsdorf (Siegerin in 14,16 Sekunden) und Miriam Hehl (Zweite in 14,36 Sekunden) einen Doppelerfolg. Dasselbe Kunststück gelang Victoria von Eynatten und Joana Kraft im Stabhochsprung. Mit 3,90 bzw. 3,70 Metern belegten die beiden die Plätze 1 und 2. Und schließlich dominierten auch Shanice Craft und Lena Urbaniak ihre Disziplin, das Diskuswerfen mit Weiten von 47,16 bzw. 42,42 Metern.

Weitere Siege holten sich über 1.500 Meter Karina Manz in 4:49,50 Minuten, über 400 Meter Hürden Astrid Beerlage in 62,62 Sekunden, über 1.500 Meter Hindernis Laura Knörr in 5:12,12 Minuten, im Dreisprung Lilli Gutjahr mit 11,61 Meter sowie Lena Urbaniak im Kugelstoßen mit 14,18 Metern.

Zweimal Zweite wurde Katrin Frick über 100 Meter (12,32 Sekunden) und 200 Meter (25,10 Sekunden). Felizitas Müller sicherte sich über die 800 Meter-Distanz in 2:21,64 Minuten den 2. Rang, Joana Kraft meisterte im Hochsprung als Zweite 1,67 Meter und auch Julia Barte konnte sich im Hammerwurf mit einer besten Weite von 50,80 Meter als Zweite platzieren.

Den Erfolg des BaWü-Teams sicherten im Weitsprung Nina Velten als Dritte mit 5,68 Meter, im Speerwurf Birgit Hausmann ebenfalls als Dritte mit 38,55 Meter, über 3.000 Meter Katrin Wallner als Vierte in 10:52,86 Minuten sowie über 400 Meter Alicia Nagel ebenfalls als Vierte in 59,83 Sekunden ab. Den Sieg der Gastgeberinnen konnte auch die Disqualifikation der 1. Staffel über 4x100 Meter nicht mehr gefährden, so kam das Staffelquartett der Werferinnen mit Julia Barte, Lena Urbaniak, Christine Klauser und Mareike Arndt mit 54,56 Sekunden und Platz 5 in die Wertung.

Bild Staffel

Alles in einem hatte sich das Ergebnis in der getrennten Wertung leider nicht verändert wie es sich man einer gewünscht hätte. Bei der männlichen Jugend war wiederum der Nachwuchs aus Nordrhein-Westfalen siegreich. Mit 139 Punkten lagen sie am Ende vor unserem Team der ArGe BaWü (116,5 Punkte) und der hessischen Mannschaft (112,5 Punkte). Bei der weiblichen Jugend B dagegen waren unsere Mädchen aus Baden-Württemberg mit 140,5 Punkten siegreich. Auf Platz 2 landete hier die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen mit 134 Punkten, Dritter wurden die Mädchen aus Hessen mit 91,5 Punkten. Leider war der Vorsprung bei der weiblichen Jugend B nicht groß genug, um den Rückstand, den die männliche Jugend B der ArGe BaWü gegen die Nordrhein-Westfalen hatte, zu kompensieren.

Somit stand fest das in der Gesamtwertung das Team aus Nordrhein-Westfalen wieder sich den Sieg sichern konnte. Zweiter wurde unser Team der ArGe BaWü und dritter die hessische Mannschaft.

So ging dieser aufregende Tag in Ludwigsburg zu Ende und wir feierten ihn mit einer tollen Siegerehrung und den Einzelehrungen.Zudem bekam jeder noch eine Uhrkunde und ein Handtuch für seine Einzel- und Mannschaftsleistungen.
Trotzdem nicht jeder gleich zufrieden war mit seinen Leistungen wurde viel gelacht und gesungen während wir noch ein paar Mannschaftssfotos machten.

Was noch zu sagen bleibt ist das wir unseren Betreuern, die Nachts gut auf uns aufpassten, den vielen Organisatoren, sowie Sven und Christian, der tollen Physiotherapeutin und natürlich auch Heike ganz herzlich danken für diese lustigen und aufregenden Tage...

Manche von uns werden vielleicht nächstes Jahr beim Ländervergleichskampf noch einmal dabei sein. Für alle jedoch bleibt es für alle eine tolle Erinnerung bei der der eine oder andere nochmal an das Team der ArGe BaWü denken wird.

Kathrin und Sophia

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