Viktor Luft und Regina Vielmeier siegen in Bad Liebenzell

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Hochsommerliche Temperaturen forderten alles von den Teilnehmern am 1. Paracelsuslauf in Bad Liebenzell


Wie im Vorjahr beim Hesselauf, stand auch der 1. Paracelsuslauf in Bad Liebenzell ganz im Zeichen der plötzlich hereinbrechenden Hitze. Bei Temperaturen um 30 Grad hatten die Teilnehmer auf der flachen Rundstrecke an der Nagold mehr mit den äußeren Bedingungen als mit den Konkurrenten zu kämpfen. Mit Viktor Luft (SV Rotfelden) und Regina Vielmeier (SV Oberkollbach) wurden die beiden Gesamtsieger gleichzeitig auch Meister der Region Stuttgart.

Der plötzliche Wetterumschwung sorgte wahrscheinlich bei vielen Sportlern für einen Startverzicht. Auch musste so mancher Läufer das Rennen vorzeitig aufgeben. Mitorganisator Fritz Sander war deshalb etwas traurig, dass nur 16 Frauen und 72 Männer das Ziel des Hauptlaufes erreichten.

Mehr als drei Runden lieferten sich Viktor Luft und Klaus Löffler (VfL Ostelsheim) ein spannendes Kopf an Kopf-Rennen. Am Ende konnte sich der Rotfeldener mit 37:21 gegenüber 37:47 noch deutlich durchsetzen. Position drei behauptete den ganzen Lauf über Armin Gotsch (VfL Ostelsheim) und blieb mit 39:40 zusammen mit Sebastian Siegismund (Skills04 Frankfurt), der 39:51 benötigte, gerade noch unter der 40 Minuten Grenze. Die Plätze fünf bis acht belegten Lars Plessmann aus Karlsruhe (40:01), Sebastian Groteloh vom TSV Schwarzenberg (40:59), Domenik Behnke vom SV Oberkollbach (41:00) und Matthias Prutner vom TSV Calw (41:03). Allein diese Resultate zeigen, wie schwierig die Bedingungen heuer in der Kurstadt waren. Viele Athleten verloren bis zu 5 Minuten auf ihre normale Leistungsfähigkeit.

Bei den Frauen siegte die routinierte Regina Vielmeier (SV Oberkollbach) mit 43:07 und lag als Siegerin der W 50 deutlich vor ihrer 25 Jahre jüngeren Konkurrentin Andrea Pascher (LG Nagold-tal), die 45:27 benötigte. Als Dritte lief Susanne Heuer (SV Oberkollbach) 46:10. Dicht hinterei-nander belegten Stephanie Gronow-Schubert (RSV Ellmendingen) und Swantje Friedrich (VfL Sindelfingen Tria) in 46:44 und 46:48 die Plätze vier und fünf.

Regionalmeister in der Mannschaftswertung wurde der VfL Ostelsheim mit Löffler, Gotsch und Ludger Becker, der mit 41:26 auch die Wertung der M 50 gewann. Bei den Frauen siegte der SV Oberkollbach mit Vielmeier, Heuer und Carmen Keppler, die 47:55 benötigte.

Den sogenannten „Einsteigerlauf“ über 5 Kilometer gewann mit Sebastian Braun ein Spitzenleichtathlet. Nach einem Sololauf erreichte er in 17:49 Minuten das Ziel und verwies mit Oliver Kummer (VfL Ostelsheim) und Walter Geib (TF Feuerbach) zwei Routiniers mit 19:22 und 20:03 auf die Plätze. Gleichzeitig ermittelten die Schüler ihre Regionalmeister. Matthias Schell (TV Enzberg) lief als Sieger der M 15 mit 18:25 die zweitschnellste Zeit. Es folgten Joshua Müller (LG Nagoldtal) und Max Pfleiderer (TV Enzberg) mit 19:42 und 21:43. Die Mannschaftswertung ging an den TV Enzberg, der neben Schell und Pfleiderer noch Henry Berse (1. M 14) mit 23:48 im Rennen hatte.

Mit Henriette Schell (23:59) kam auch das schnellste Mädel vom TV Enzberg. Zwei Sekunden vor ihr war die Siegerin des Freizeitlaufes, Iris Weiss (Fitness Tempel Calw) im Ziel. Rang zwei belegte Laura Kalmbach (VfL Ostelsheim) in 26:57 vor Alin Santos (TS Bad Liebenzell) mit 27:01.

Den Auftakt zu den Rennen machten um 13 Uhr etwa 20 Bambinis, die 700 lange Meter im Halbschatten an der Nagold zurücklegen mussten. Eine halbe Stunde später ging es bei den Acht- bis Elfjährigen über 1 000 Meter schon richtig zur Sache. 25 Jungs und 21 Mädels erreichten das Ziel.

Das Team um Günther Henne und Fritz Sander hat wiedereinmal sehr gute Arbeit geleistet. Organisatorisch lief alles wie am Schnürchen. Der besondere Flair der Kurstadt und die wunderschöne Strecke ist sicher einmalig und hätten wesentlich mehr Teilnehmer verdient gehabt. Dass Petrus nach langer Kälteperiode plötzlich für Freibadwetter gesorgt hatte, kann man den Veranstaltern nun gewiss nicht vorwerfen.

Ergebnisse und Bilder findet man im Internet unter www.calwer-laeufe.de

Bericht und Fotos: Günter Krehl


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