Gomaringer Doppelsieger bei der VR-Talentiade in Calw

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CALW – Das gab’s in der nun schon dreizehnjährigen Geschichte der VR-Talentiade erst einmal: Mit den Gomaringer Kindern sahnten in Calw zum ersten Mal seit der LG Filstal 2004 wieder zwei Teams eines Ausrichters die beiden Siegerpreise ein, so dass die „orange Wand“ komplett bei den deutschen Meisterschaften in Ulm wiederzusehen sein wird.

Dabei war das Ziel der Gomaringer Macherin Kirsten Gaiser-Dölker vor dem Wettbewerb eigentlich nur gewesen, dass ihre traditionell sprintstarken Kids „mal nicht letzter im Werfen“ werden. Im Werfen gab’s dann zwar jeweils noch eine stärkere Mannschaft, aber nach 20 m Fliegend-Sprint, Weitsprung, 40 m Hürdensprint, Heulerwurf und der abschließenden, stimmungsvollen 6x 50 m-Umkehr-Staffel gab’s dann im Jahrgang 2002 einen klaren Erfolg vor den Teams aus Rottweil und Ludwigsburg. Enger war es beim jüngeren Jahrgang 2003. Hier lagen Gomaringen, Schramberg und Schwäbisch Hall vor der Staffel nur zwei Platzpunkte auseinander, ehe sich Gomaringen als klarer Sieger des Staffelwettbewerbs dann doch noch absetzen konnte.

Riesenstimmung bei Einzelfinals

Rund ging es an den einzelnen Anlagen dann noch mal, als die besten Sprinter, Springer und Werfer des Team-Wettbewerbs noch ihre Sieger ausmachten, die die Leichtathletik 2014 beim VR-Talentteam-Wochenende vertreten dürfen. Mit Chineye Banholzer (Rottweil) siegte dabei ein Mädchen gleich drei Mal und zeigte mit 7,51 Sekunden über 50 m, 4,23 m im Weitsprung und vor allem 48 m mit dem Heulerball überragende Leistungen. Bei den Jungs verteilten sich die Einzelmeriten besser.

Sprint

Mit David Frank (Mössingen) mit 7,80 Sekunden im Sprint, Tapha Biyai (Gomaringen) mit 4,08 m im Weitsprung und Tim Scheuner (Schwäbisch Hall) mit 42 m mit dem Heuler gab es für drei verschiedene Teams etwas zu jubeln. Richtig laut wurde es aber bei der Siegerehrung der Teams. Vor allem dann, wenn ein noch nicht genanntes Team sich wieder einen Platz weiter vorn gelandet sah. Und am lautesten waren beides Mal die Gomaringer, deren orange Vereinsfarbe – als wärs ein Omen gewesen – auch auf den Veranstaltungs-T-Shirts aller Teilnehmer leuchtete.

Erwartung


Kinderleichtathletik ist etwas anders

23 Teams aus 12 Ausrichterorten wetteiferten an sechs Stationen um tolle Ergebnisse. Das Team aus Hohenlohe-Schwäbisch Hall hatte sich sogar erst kurz vor dem Start gefunden, weil beiden Teams Kinder gefehlt hatten. Für diese Spontanität, die den Kinderleichtathletik-Wettkämpfen eigen ist, wurden sie mit dem vierten Platz im älteren Jahrgang belohnt. Wenn die Auffassungen auch gelegentlich auseinander gehen, wieviel Genauigkeit es braucht, um Gerechtigkeit herzustellen, überzeugte der flotte Wettkampfablauf, der vom Aufwärmen bis zum Ende der Staffel gerade mal zweieinhalb Stunden dauerte, doch auch die meisten anwesenden Eltern, die nicht immer schon aus der Leichtathletik kommen. So waren der Filialdirektor der Vereinigten Volksbank, Hans-Peter Marterer, und WLV Jugendwart Günter Mayer bei der Siegerehrung auch voll des Lobes – nicht nur für die Kinder, sondern auch für das eifrige Organisationsteam in Calw rund um Günther Henne, das eine vorbildliche Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte. Und so wird es auch 2014 wohl nicht an Ausrichtern mangeln, die dieses tolle Erlebnis gewinnbringend für ihre Sichtung nutzen wollen.
Chu

Mannschaftsergebnisse:

Jahrgang 2002: 1. Gomaringen, 2. Rottweil, 3. Ludwigsburg, 4. Hohenlohe-Hall, 5. Blaustein, 6. Schramberg, 7. Mössingen, 8. Calw, 9. Oberschwaben, 10. Hechingen, 11. Leonberg.
Jahrgang 2003: 1. Gomaringen, 2. Schramberg, 3. Schwäbisch Hall, 4. Blaustein, 5. Leonberg, 6. Ludwigsburg, 7. Rottweil, 8. Mössingen, 9. Hohenlohe, 10. Oberschwaben, 11. Hechingen, 12. Calw.
 
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