U20-Athleten boten Galavorstellung

Bei der Bauhaus Junioren-Gala in Mannheim ging es für den Nachwuchs der Jugend U20 um die Tickets zur U20-Europameisterschaft, die vom 18.-21. Juli in Riete / Italien ausgetragen wird. Eine glänzende Vorstellung boten dabei die Kandidaten aus den Reihen der WLV-Vereine.

Hochsprung männliche Jugend U20

„Alles riskiert, alles gewonnen“, sagte David Nopper (LG Sigmaringen) stolz. Mit gutem Grund: Nach Anlaufproblemen in den letzten beiden Wochen hatte sich der Hochspringer kurzfristig zu einer Umstellung entschieden. Unter der Woche fuhr David Nopper für zwei Tage nach Stuttgart und arbeitete an einem neuen Rezept. Mit dabei: sein Laptop – denn am Donnerstag wartete die mündliche Abiturprüfung.

Drei Tage später hat David Nopper nicht nur das Abi, sondern auch einen Fahrschein nach Rieti in der Tasche. Zum ersten Mal in seinem Leben übersprang er 2,15 Meter – die waren vom DLV gefordert. „Da hat alles gepasst“, freute sich der Sigmaringer. Wie bei 2,12 Metern schaffte er die Normhöhe im zweiten Versuch.

Stabhochsprung männliche Jugend U20

Spannender hätte der Kampf um die Tickets für Rieti kaum werden können. Sechs DLV-Athleten flogen über 5,00 Meter, drei meisterten die Normhöhe von 5,10 Meter. Und Marian Reichert? Der Athlet vom LAZ Salamander Kornwestheim/Ludwigsburg riss zweimal, pokerte und sprang dann auf Anhieb über 5,15 und 5,20 Meter. Damit hatte er sich den Platz an der Spitze erobert.

Das beste Ende für sich hatte aber Oleg Zernikel (ASV Landau). Der 18-Jährige schraubte seine Bestleistung auf 5,25 Meter und dürfte damit das Ticket für Rieti sicher haben. Gute Chancen hat nach seinem Auftritt in Mannheim auch Marian Reichert. Der Jahresbeste Daniel Spiegelhoff (LAZ Rhede), der in diesem Jahr schon 5,21 Meter meisterte, blieb bei 5,00 Metern hängen und muss nun um den Startplatz bei der U20-EM zittern – ebenso wie Lukas Hallanzy (LAZ Zweibrücke), der 5,15 Meter überquerte.

Weitsprung männliche Jugend U20

„Perfekt“, freute sich Fabian Heinle nach dem Wettkampf. Mit 7,91 Metern hatte das Talent von der LG Leinfelden-Echterdingen zuvor eine europäische Jahresbestleistung erzielt. „Das ist natürlich gut für´s Selbstbewusstsein“, erklärte Heinle. Es ging auch direkt gut los: 7,70 Meter zum Start, „besser als erwartet. Ich dachte, es wird schwieriger“. Für den Sieg hätte der erste Versuch gegen die starke Konkurrenz aus Großbritannien noch nicht gereicht: Elliot Safo (7,73 m) und Feron Sayers (7,80 m) zeigten später noch richtig starke Sprünge – die wiederum nicht gegen Heinles Supersatz im vierten Durchgang bestanden.

Der bescheidene Fabian Heinle zu seinem Statr bei der U20-EM: „Das ist mein erster großer internationaler Wettkampf im Freien. Da will ich erst mal den Vorkampf überstehen“. dw

800 Meter weibliche Jugend U20

In 2:00,49 Minuten lief die Isländerin Anita Hinriksdóttir die überragende 800-Meter-Zeit der Junioren-Gala 2013. Dahinter wurde es im Kampf um die EM-Tickets spannend. Vier DLV-Athletinnen hatten bereits vor Mannheim die U20-EM-Norm (2:06,50 min) erfüllt. Christina Hering hatte trotz 400-Meter-Starts am Vortrag die besten Reserven und schrammte in 2:03,94 Minuten nur hauchdünn an ihrer persönlichen Bestzeit (2:03,75 min) vorbei.

Dritte wurde Christine Gess (TSG Balingen) in 2:04,22 Minuten. Katharina Trost (LG Festina Rupertiwinkel; 2:04,24 min) darf als Viertplatzierte der Junioren-Gala ebenfalls auf ein EM-Ticket hoffen. Catarina Granz (LG Nord Berlin) wurde Fünfte in 2:05,04 Minuten und wird in Rieti wohl über die 1.500 Meter starten. mh

Diskuswerfen weibliche Jugend U20

Viel spannender hätte es Katinka Urbaniak (LG Filstal) im Kampf um die U20-EM-Norm (50,00 m) nicht machen können. Erst im letzten Versuch erschien die ersehnte 50 vor dem Komma: 50,33 Meter. Damit war die Norm endlich perfekt. Die Erleichterung war groß. „Ich habe es mir so gewünscht, dass es klappt.“

Nach einer Hüft-Operation im September des vergangen Jahres war Katinka Urbaniak immer wieder von kleineren Folgeverletzungen ausgebremst worden. „Ich konnte nie komplett durchtrainieren.“ Nun hofft sie, die Verletzungsmisere endlich überstanden zu haben. „Wenn ich fit bleibe kann ich sicherlich auch bald wieder in den Bereich meiner Bestleistung werfen.“

Weiter als Katinka Urbaniak warf nur Leva Zarankaite aus Litauen. 50,47 Meter bedeuteten die Siegweite bei der Jubiläums-Gala. Julie Hartwig (SCC Berlin 49,88 m) schrammte als Dritte knapp an der 50-Meter-Markte vorbei. Rebecca Müller (TSG Niederrodenbach) kam mit 47,57 Metern auf Rang vier. Beide Athletinnen hatten die U20-EM-Norm aber schon vor Mannheim in der Tasche. mh

Quelle: www.leichtathletik.de

>> zu den kompletten Ergebnissen der Bauhaus Junioren-Gala in Mannheim

WLV Team-Lauf-Cup 2017

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