Mausefalle und Pinguin-Rutsche

Am Samstag, 13. Februar trafen sich 16 Trainerinnen und Trainer in der Sporthalle des Ludwigsburger Bildungszentrum West zur Fortbildung „Förderung und Forderung der Bewegungsentwicklung im Vor- und Grundschulalter“. Als Referentin war Sibylle Grimmeisen als erfahrene Expertin im Bereich „Resilienz und Psychomotorik im Kindesalter“ eingeladen. Durch Ihre 30jährige Expertise aus Kindergärten, Kindersportschulen und Kindertagestätten konnte Sie den Teilnehmern viele hilfreiche Tipps im täglichen Umgang mit Kindern in der Leichtathletik geben.

In einem kurzweiligen Theorieteil zu Beginn der dreistündigen Fortbildung erklärte Sibylle Grimmeisen die Grundlagen des bewegten Lernens durch Bewegungsvielfalt. Das Fundament legt hierbei die Ausprägung der koordinativen Fähigkeiten. Dabei können und sollten Elemente aus unterschiedlichen Sportarten mit und ohne Materialien verankert werden. Mit dem Statement „Die koordinative Ausbildung endet nie, allerdings sind die ersten Jahre bis zum 8. bis 10. Lebensjahr die prägendsten!“ unterstrich die Referentin die Wichtigkeit der frühkindlichen Ausbildung.

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Die Resilienz – also die „psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann, 2004) ist für Grimmeisen ebenso ein wichtiger Faktor im Training mit Kindern. Der Sportverein kann dabei eine prägende Rolle übernehmen und sollte sich grundsätzlich immer seiner Verantwortlichkeit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen bewusst sein.

Ein weiterer Baustein im ganzheitlichen Förderkonzept für Kinder ist nach Grimmeisen die Psychomotorik. Die Kinder sollen nach diesem Ansatz sowohl Körper-Erfahrungen und Selbsterfahrungen machen, aber auch Material-Erfahrungen und Sozial-Erfahrungen in der Gruppe.

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Die theoretischen Inhalte wurden anschließend in einer spaßigen aber dennoch lehrreichen Praxiseinheit umgesetzt. Unter anderem wurde eine riesige Bewegungslandschaft von den Teilnehmern anhand verschiedener Aufgabenstellungen aufgebaut. Ein Highlight war dabei die „Mausefalle“ – eine Konstruktion aus mehreren großen Turnkästen zum hindurchkriechen. Für die Zielgruppe Kind ein großer Spaß, für die Fortbildungsteilnehmer im Selbstversuch eine große Herausforderung. Einfacher zu bezwingen war dafür dann die „Pinguin-Rutsche“ – eine große Rutsche aus Weichbodenmatten, die zum Rutschen, Rollen und Wälzen eingeladen hat.

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Am Ende der Fortbildung gab es ausschließlich positives Feedback durch die Trainerinnen und Trainer, die es kaum erwarten konnten im eigenen Vereinstraining das Gelernte anzuwenden.

Insgesamt bildet diese Fortbildung eine tolle Ergänzung zu den Fortbildungen Kinderleichtathletik und soll deshalb ein- bis zweimal im Jahr angeboten werden. Potenzielle Ausrichter dafür werden gesucht und können sich gerne mit Bildungsreferent Rene Stauß (stauss@wlv-sport.de) in Verbindung setzen.

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WLV Nikolauslehrgang 2017

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