WLV-Jugendtagung beschließt verkürzte Teamwettbewerbe

Neun Stunden Stadionaufenthalt beim WLV-Finale 2015 für U16- und U14-Teams. Nur wenige Teams bei der U20, die sich dann noch auf unterschiedliche Wettkampfklassen aufteilen – attraktive Teamwettbewerbe sehen sicher anders aus. Dachte sich der WLV-Jugendausschuss und hat bei der Jahrestagung Anfang März zusammen mit den anwesenden Jugendvertretern der Kreise über eine verkürzte einheitliche Form diskutiert, die 2016 ausprobiert werden soll. Nachdem kein Zwang besteht, sich an die DLV-Ideen von gemischten Teams mit sehr vielen Disziplinen und wenigen Startern anzugleichen, kam es für die WLV-Meisterschaften zu folgenden Überlegungen:
- Bei der U20 soll es zum Saisonauftakt zu einem vereinfachten Wettbewerb kommen statt wie bisher zu zwei parallelen Wettbewerben (2015 männlich 1x Gruppe 1 und 4x Gruppe 2/ weiblich 2+4). Das soll kleineren Teams die Teilnahme ermöglichen, großen Teams den Einsatz vieler Teilnehmer.
- Die überlangen Zeitpläne (bei U14/16 waren es 2015 über neun Stunden von der Teambesprechung bis zur Siegerehrung!) sollen gestrafft werden, indem jeweils nur ein Langwurf ausgetragen wird. Damit der Diskus nicht „untergeht“, soll das 2016 jeweils der Speer sein, 2017 der Diskus und dann immer im Wechsel. Ist das frühzeitig angekündigt, haben die Vereine die Möglichkeit, ihre Teilnehmer darauf vorzubereiten.
- Der Stabhochsprung als Haupthemmnis für „kleinere“ Vereine wird gestrichen, ebenso die 3.000 m, wo fast immer noch mal die 800 m-Läufer unterwegs waren. Die 400 m werden herausgenommen, um dem Sprint kein Übergewicht gegenüber den dann nur noch je zwei Sprung- bzw. Wurfdisziplinen zu geben. [Nach einigen Diskussionen im Nachgang der Tagung um das Verschwinden einzelner Disziplinen aus dem Wettkampf und möglicherweise auch aus dem Trainingsbetrieb wäre auch vorstellbar, neben vier fixen Disziplinen auch im Bereich Sprint, Lauf und Sprung die ausgetragenen Disziplinen zu variieren. Das müsste dann aber spätestens jeweils zu Jahresanfang festgelegt und veröffentlicht werden].
- Die Teilnahmeberechtigung soll bei allen Altersklassen einheitlich sein. Erlaubt sind 3 Einzelstarts plus Teilnahme an der Staffel. Damit könnten im Extremfall Teams mit nur fünf Teilnehmern in der U20 oder U16 starten. Es ist aber auch möglich, 15 bis 20 Teilnehmer einzusetzen.
- Durchlässigkeit gibt es in der U16 und U14 nur für den darunterliegenden Jahrgang und nur für die Staffel. In der U20 dürfen beide Jahrgänge der U18 eingesetzt werden.

Die Disziplinen 2016:
U20: 100 – 800 – 4x 100 – 100/ 110 m Hürden – Hoch – Weit – Kugel – Speer
U16: 100 – 800 – 4x 100 – 80 m Hürden – Hoch – Weit – Kugel – Speer
U14: 75 – 800 – 4x 75 – 60 m Hürden – Hoch – Weit – Ball

Im Wettbewerb der U14 müssen entsprechend dem BW-Pilotprojekt die verkürzten Hürdenabstände für die AK12 (11,00/ 7,00) für Mannschaftsmitglieder dieses Jahrgangs angeboten werden. Es macht also Sinn, dann statt Jungs und Mädchen hintereinander alle Teilnehmer des jüngeren Jahrgangs und dann alle Teilnehmer des älteren Jahrgangs laufen zu lassen.

Die EDV-Umsetzung mit flexibler Auswahl der Wettbewerbe und die veränderte Einsatzberechtigung ist bei Cosa angefragt. Die erste Bewährungsprobe für das veränderte Teamkonzept ist das WLV-Finale der U20 am 30. April in Uhingen.


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