U18-EM-Starter aus dem Land schlagen sich in Tiflis wacker

Die baden-württembergischen Starter haben sich bei den ersten U18-Europameisterschaften in Georgiens Hauptstadt Tiflis wacker geschlagen. Sie überzeugten vor allem in den Vorkämpfen der U18-Europameisterschaften, strauchelten dann aber in den finalen Runden.

Sprinter Milo Skupin-Alfa von der LG Offenburg zog als souveräner Sieger seines 100 Meter-Vorlaufs in persönlicher Bestmarke von 10,58 Sekunden ins Halbfinale ein. Hier ging es noch besser weiter. Milo Skupin-Alfa stürmte in der schnellsten Zeit aller Sprinter im zweiten Semifinaler nach superstarken 10,43 Sekunden – die schnellste Zeit, die ein deutscher U18-Sprinter seit 199 gelaufen ist - in den Endlauf. Bitter für ihn dann im Finale: Bei etwa 60 Metern zog er sich eine Oberschenkel-Verletzung zu und kämpfte sich noch als Vierter (10,65 sec) ins Ziel.

Über 800 Meter der männlichen Jugend U18 konnte Tobias Ferreira von der LG Filder nicht zeigen was er eigentlich kann. Krankheitsbedingt war er stark angeschlagen in seinen 800-Meter-Vorlauf gestartet. So lief er als Final-Kandidat von Beginn an hinter dem Feld her und kam nach 2:06,09 Minuten als Letzter des Rennens ins Ziel.

Über 110 Meter Hürden wurde Raphael Thoma von der LG Offenburg im letzten Vorlauf Dritter in 13,74 Sekunden und qualifizierte sich damit direkt für das Halbfinale. Nach dem guten Vorlauf war er vor dem Halbfinale noch zuversichtlich gewesen. Doch nach gesundheitlichen Problemen im Verlauf der letzten Tage fehlte die nötige Power, um den Sprung unter die Top Acht zu schaffen. Mit 14,42 Sekunden wurde er beim Sieg des Italieners Mattia Di Panfilo (13,61 sec) Siebter, seine Vorlauf-Zeit (13,74 sec) hätte fürs Finale gereicht. Hürdensprinter Stefan Volzer vom VfB Stuttgart musste wegen einer Verletzung im Vorfeld der U18-EM die Reise komplett absagen.

Hannah Budnik vom TSV Gomaringen war im Hochsprung der weiblichen Jugend U18 am Start. Sie hatte bereits in der Qualifikation eine große Aufgabe zu meistern, die Sie allerdings mit Bravour meisterte. Mit 1,78 Meter stellte Sie nicht nur eine neue persönliche Bestmarke auf sondern meisterte die geforderte Quali-Höhe auch in ersten Versuch auf Anhieb. Im Hochsprung-Finale blieb Hannah Budnik dann nach jeweils im ersten Anlauf übersprungenen 1,65 und 1,70 Meter bei 1,75 Meter hängen. Trotzdem reichte diese Höhe noch zu Finalplatz 8.

In der Diskuswurf-Qualifikation waren 46 Meter fürs Erreichen des U18-EM-Finales gefordert. Exakt diese Weite legte Leia Braunagel vom SCL Heel Baden-Baden gleich im ersten Versuch des Qualifikationswettkampfes vor und buchte damit das Final-Ticket. Hier wollte die Scheibe dann nicht mehr fliegen und so blieben 41,60 Meter und Rang zwölf.

Einen Riesenlauf hatte dagegen Siebenkämpferin Johanna Siebler vom LC Überlingen. Dabei begann der erste Tag nicht sehr überzeugend. Im 100m Hürdensprint (14,23 Sekunden) und im Hochsprung mit 1,55 Meter blieb sie unter ihren Möglichkeiten. Im Kugelstoßen kam sie jedoch mit 14,67 Meter bis auf 15 cm an ihre persönliche Bestleistung heran. Mit dieser Weite liegt sie auch bei den Spezialisten unter den Top10 der Deutschen Bestenliste. Den ersten richtigen Höhepunkt setzte Siebler mit einer neuen persönlichen Bestleistung im 200 Meter-Sprint in sehr schnellen 25,21 Sekunden. In den zweiten Wettkampftag startete die junge Athletin mit 5,45 Meter im Weitsprung. Ein weiterer Höhepunkt gelang Siebler gleich im ersten Versuch beim Speerwerfen mit neuer Bestmarke von 47,04 Meter. Der abschließende 800 Meter-Lauf entwickelte sich zum spannenden Krimi, bei dem Siebler in der zweiten Stadionrunde das Feld von hinten aufrollte und sich in einem fulminanten Spurt noch vom 7. auf den 6. Gesamtrang mit persönlicher Bestmarke von 5.597 Punkte schob.

Quelle: www.leichtathletik.de / www.blv-online.de

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