„Zeit für Legenden“: Owens-Film startet in den Kinos

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Die unglaubliche Geschichte eines der größten Olympia-Helden aller Zeiten kommt am heutigen Donnerstag (28. Juli) in die Kinos: „Zeit für Legenden“ erweckt die Story der Leichtathletik-Ikone Jesse Owens wieder zum Leben. Und das genau 80 Jahre nach seinen vier Olympiasiegen 1936 in Berlin und kurz vor dem Start der Olympischen Spiele in Rio.

Ohio, 1934. Der farbige Ausnahme-Athlet Jesse Owens trainiert unter seinem Coach Larry Snyder, der ihn auf die Olympischen Spiele in Berlin vorbereiten will. Sportlich läuft es perfekt für Jesse Owens, der immer wieder Weltrekorde aufstellt – darunter fünf binnen 45 Minuten am 25. Mai 1935. Bei Sport-Fans ist die Leistung von Ann Arbor als „Day Of Days“ bekannt.

Aber der Trubel um seine Person macht Jesse Owens zu schaffen. Zwei Jahre später hat er mit Snyders Hilfe rechtzeitig für Olympia zu innerer Stärke gefunden. Als Jesse Owens jedoch erfährt, dass die Nazis die Olympischen Spiele für ihre rassistische Propaganda nutzen wollen, erwägt er, sie zu boykottieren. Doch letztlich trifft er die einzig richtige Entscheidung: Er reist nach Berlin – und macht die Spiele nicht nur zu seinem persönlichen sportlichen Triumph, sondern sorgt für eine herbe Niederlage für Hitlers Nazi-Regime. „Zeit für Legenden“ erzählt diese beeindruckende Geschichte.

Berlin 1936 wird wieder lebendig

Unter der Regie von Stephen Hopkins („Lost in Space“, „Der Geist und die Dunkelheit“) erweckt ein Star-Ensemble in „Zeit für Legenden“ die Olympischen Spiele von 1936 – pünktlich zum Olympia-Jahr 2016 und zum 80. Jubiläum der „Owens-Spiele“ – auf der Leinwand wieder zu beeindruckendem Leben: Neben Shooting-Star Stephan James („Selma“) als Jesse Owens und Jason Sudeikis („Wir sind die Millers“) als Trainer Larry Snyder begeistern dabei die Oscar-Preisträger Jeremy Irons und William Hurt sowie europäische und deutsche Stars wie David Kross („Der Vorleser“) als Luz Long, Carice van Houten („Operation Walküre“) als Leni Riefenstahl oder Barnaby Metschurat („Solino“) als Joseph Goebbels.

Die Konkurrenz – wie auch der große Respekt – zwischen Jesse Owens und einem seiner größten Rivalen, dem deutschen Läufer Carl Ludwig „Luz“ Long, der ganz Hitlers arischem Ideal entsprach, widmet „Zeit für Legenden“ den entsprechenden Raum. Beide blieben nach Berlin bis zum Tod Longs 1943 befreundet. Der Olympia-Zweite im Weitsprung fiel im Zweiten Weltkrieg in Sizilien.

Nachfahren ehren den Weltmeister 2009

Jesse Owens Enkeltochter Marlene Dortch und Luz Longs Sohn Kai sollten sich übrigens 2009 im Berliner Olympiastadion begegnen, 73 Jahre nachdem an selber Stelle ihre Vorfahren um Olympia-Gold kämpften. Sie führten im Rahmen der WM die Siegerehrung im Männer-Weitsprung durch.

Mehrere Monate Training mit einem Leichtathletik-Coach der Georgia Tech machten es Owens-Darsteller Stephan James möglich, nach und nach förmlich mit Jesse Owens zu verschmelzen. Zusätzlich halfen Stunden mit dem kanadischen Olympia-Sprinter Hank Palmer, der im Film in den Laufszenen als Owens zu sehen ist und überdies Jesses Bruder Quincy spielte.

Film soll junge Leichtathleten inspirieren

Palmer findet: „Ich starte seit Jahrzehnten in verschiedenen Disziplinen, und ich habe festgestellt, dass wir den flüssigen Laufstil, den Jesse Owens damals pflegte, adaptiert und im Lauf der Jahre leicht modifiziert haben. Ich bin überzeugt, dass 'Zeit für Legenden' junge Leichtathleten inspirieren wird. Ich empfinde es als großes Glück, dass ich die Gelegenheit erhielt, Teil dieses Films zu sein.“

„Zeit für Legenden“ ist 118 Minuten lang und startet am Donnerstag (28. Juli) in den Kinos. Einen Trailer zum Film finden Sie HIER. Weitere Informationen gibt's auf der Homepage.

Trailer
 
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