Spontanität gefragt in Aach-Linz

Vergangenen Donnerstag, den 12.05.2016, ging es endlich los: die WLV Kinderleicht-Athletik VOR ORT Veranstaltungsreihe startete in Pfullendorf mit dem TSV Aach-Linz in die Toursaison.
Nachdem das Wetter entgegen der Prognosen während des Aufbaus der acht Stationen vielversprechend trocken aussah, öffnete der Himmel beim Eintreffen der knapp 300 Kinder und ihren Lehrern seine Schleusen.

Foto Stadion

Bereits nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Kugler, dem Aufwärmen und dem ersten Durchgang der Stationen waren die Kinder durchnässt, sodass Projektleiter Rene Stauß erst einmal eine Pause einlegte und alle zurück auf die Tribüne holte. Hier konnten die Kinder bei Getränken des Sponsors ALWA, besonderem Weißbrot und frischen Früchten und Gemüse neue Kräfte sammeln.

FotoWeißbrot

Nun war Kreativität und Spontanität gefragt. Andrea Höge, Leiterin der Leichtathletikabteilung des TSV Aach-Linz und örtliche Organisatorin der Veranstaltung, schnappte sich ihre Autoschlüssel und düste los in Richtung der nahe gelegenen Sporthalle – mit Erfolg. Wenig später konnte Rene Stauß über sein Mikrofon verkünden, dass die Veranstaltung ins Trockene verlegt werden würde.
Schnell einige Geräte und die Soundanlage in den Tourbus gepackt und schon konnte der spontane und dennoch gut improvisierte Aufbau in der Halle starten.

FotoHalle

Durch die gute Zusammenarbeit der Sportler, Helfer und Eltern konnten die Kinder ihre restlichen sieben anstehenden Stationen von WLV Kinderleicht-Athletik VOR ORT daraufhin fortsetzen. Auch Andrea Höge war überzeugt: „Ich bin wahnsinnig stolz aufs Team“, sagte sie. Die Stationen mussten jedoch ein wenig umgestaltet werden: „Wir mussten kurzerhand unsere Stationen auf die vorhandenen Gegebenheiten und Gerätschaften anpassen“, so Rene Stauß. Den Kindern schien dies nicht zu stören. Mit großem Eifer und viel Freude zogen sie sich in ihren neuen T-Shirts, welche von der AOK gesponsert werden, über Langbänke, zielten mit kleinen Sandbällen in Kartons und sprangen über kleine blaue Matten. Auch Stationen, welche im Freien aufgebaut wurden, konnten in der Turnhalle umgesetzt werden. Unter anderem das Springen in Reifen, der Kurzsprint und auch der Weitsprung.

Spaß machte den Kindern vor allem die Auf- und Abbaustaffel. Hier wird die Klasse, welche sich an der Station einfindet, in drei gleichgroße Gruppen unterteilt. Zu zweit tragen die Kinder nun einen von vier bereit gestellten Bananenkartons, um diesen über einem Tellerhütchen abzustellen. Die beiden Kinder rennen daraufhin zurück zu ihrer Gruppe und die nächsten zwei nehmen den zweiten Bananenkarton und rennen mit ihm zum zweiten Tellerhütchen. Bis alle vier Tellerhütchen mit Bananenkartons bedeckt sind rennt die Gruppe, um daraufhin die Bananenkartons wieder zu zweit zurück zu tragen und zu einem Turm aufzustellen. Dieser Bananenkartonturm wird also während eines Durchgangs von der Gruppe ab- und aufgebaut. Bei dieser Station wird besonders deutlich, dass auch der Teamgedanke in der Leichtathletik groß geschrieben wird. Denn wie Fred Eberle, Lehrwart des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, stets betont: „Kinderleichtathletik ist Teamleichtathletik.“

Foto AufAbbau<br />

Somit konnten auch in der Turnhalle alle leichtathletischen Disziplinen in acht tollen Stationen abgedeckt werden. Andrea Höge ist der Meinung: „Alle Kinder springen und werfen, alle laufen. Das ist Leichtathletik.“ Nach diesem aufregenden Tag, welcher durch eine Weitsprungvorführung von Rene Stauß noch eindrucksvoller wurde, bekamen die Kinder nach 4Stunden Sport noch ihre wohlverdiente Urkunde und gingen strahlend und vor allem trocken nach Hause.

Gruppenfoto


Weitere Kinderleicht- Athletik VOR ORT Tourstopps 2016:

Oberderdingen – Mittwoch, 08. Juni 2016
Balingen – Mittwoch, 29. Juni 2016
Ditzingen – Donnerstag, 30. Juni 2016
Bad Wildbad – Dienstag, 12. Juli 2016
Kisslegg – Donnerstag, 14. Juli 2016
Stuttgart (UNICEF- Kinderstadt 2016) – Dienstag 19. Juli 2016


Maximiliane Hegemann

WLV KOngress Bewegung und Gesundheit

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