LC Waldachtal feierte Jubiläum mit offiziellem Festakt und ehrwürdigen Gästen

Der frühere Jugendtrainer Alija Mirascic aus Luxemburg hatte die weiteste Anreise zum Jubiläum des LC Waldachtal. Gemeinsam mit Präsident Edgar Hirth und zahlreichen Vereinsmitgliedern – auch solchen aus der Gründungszeit – feierte er das 25-jährige Bestehen des Vereines mit einem offiziellen Festakt in der Tumlinger Gemeindehalle
Waldachtal. Gekommen waren auch Bürgermeisterin Annik Grassi samt Vorgänger Heinz Hornberger, Ortsvorsteher Hartmut Roman, Sportkreispräsident Alfred Schweizer sowie Eberhard Mauser vom Württembergischen Leichtathletik-Verband.

Edgar Hirth ließ dann die wichtigsten Eckdaten und Ereignisse des 25-jährigen Vereinsbestehens in 25 Minuten Revue passieren. Aus heutiger Sicht, so zitierte er seinen Vor-Vorgänger und Gründungspräsidenten Klaus Gebauer, sei es gut gewesen, vor 25 Jahren einen eigenen Verein gegründet zu haben.
Damals bestanden gewisse Zweifel. Hirth selbst hatte, so gibt er heute unumwunden zu, von Leichtathletik nämlich „keinen blassen Schimmer“. Mit Blick auf die Jugendlichen, und die Kinder - Leichtathletik im Verein, habe sich das Unterfangen aber auf jeden Fall gelohnt. „Die Entwicklung in dieser Form hätte sonst nämlich nicht stattgefunden“, so Hirth. Gerade im Jugendbereich sei der Verein zwischenzeitlich eine „Instanz“, die auch in der Region ihre Anerkennung genieße. Gelohnt habe sich die Vereinsgründung aber auch deshalb, weil sich viele Vereinsmitglieder ohne den Verein gar nicht kennen würden. Hirth erinnerte an die Pioniere der ersten Stunde. Obwohl nahezu alle Präsidiumsmitglieder der ersten Stunde gekommen waren stellte Hirth „mit Erschrecken“ fest, dass er selbst zwischenzeitlich der einzig verbliebene Amtsträger aus der damaligen Zeit geblieben sei. „Ich will mich damit nicht rühmen, es ist vielleicht eher Unvermögen, die Übergabe des Staffelholzes nicht geschafft zu haben“, sagte Hirth dazu. Positiv stellte er fest, dass in all den Jahren die Geschäftsfähigkeit des Vereines gegeben war – auch wenn nicht immer alle Ämter besetzt gewesen sind.

Hirth beleuchtete auch die sportliche Entwicklung vom „Dauerlauf“ zum „Jogging“ samt der Begleiterscheinungen, die maßgeblich auch von der Industrie und wirtschaftlichen Interessen bestimmt würden. Sport sei damit auch zum „Business“ geworden, bedauerte Hirth. Er informierte über Mitgliederstrukturen und Angebote im Verein und würdigte die engagierten Trainer – allen voran Alija Mirascic, bei dem er sich an diesem Tag mit dem LCW-Wappen und T-Shirt bedankte. Beides nahm dieser gerührt entgegen. Für die Zukunft hoffe man, den Status an Mitgliedern halten zu können.

Foto

(Foto: Monika Schwarz)

Die Glückwünsche des Württembergischen Landessportbundes und des Sportkreises Freudenstadt überbrachte im Anschluss Präsident Alfred Schweizer, der auch einige Ehrungen durchführte. Eberhard Mauser vom Württembergischen Leichtathletik-Verband zollte dem Verein und Edgar Hirth persönlich anschließend großes Lob für die Aktivität und überbrachte die Glückwünsche von WLV- Präsident Jürgen Scholz und vom Vorsitzenden des Breitensportausschusses, Dieter Schneider. Die Vereinsmitglieder bat er darum, auch in Zukunft zusammen zu halten und die Bewegung in der Natur weiterhin zu genießen. Bürgermeisterin Annik Grassi hatte die erste „Hoch-Zeit“ des Vereines seinerzeit selbst als Kind miterlebt und diesen bis heute als „ große Familie“ erlebt. Sie selbst sei jedoch nicht besonders sportlich gewesen, gestand sie ein. Die eigene Schwester habe es jedoch bis zur Süddeutschen Meisterin über 100 und 200 Meter gebracht. Erfreulich im Jubiläumsjahr wertete sie die Information, dass für die Sportanlage an der Waldachtalschule 125000 Euro aus dem Ausgleichsstock geflossen sind.


WLV KOngress Bewegung und Gesundheit

Zurück