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Zwei neue Rekorde für den Mehrkampf-Nachwuchs

BERNHAUSEN –Hohe Teilnehmerzahlen bei flotter Abwicklung, 26 DM-Qualis und als Höhepunkt zwei neue WLV-Rekorde – die württembergischen Schülermehrkampfmeisterschaften im Bernhauser Fleinsbachstadion waren eine echte Werbung für den württembergischen Mehrkampfnachwuchs.

Herausragende Erscheinung der beiden Tage, die bis auf einen kurzen Regenguss am Sonntag vom vorhergesagten Schlechtwetter verschont blieben, war die Ellwangerin Ramona Pitan. Mit 2.301 Punkten löschte sie den sechs Jahre alten Vierkampf-Rekord von Iris Eberhard aus den WLV-Rekordlisten. 12,53 über die 100 m, 5,13 m im Weitsprung, 1,64 m im Hochsprung und 11,91 m mit der Kugel liegen dem neuen Rekord zugrunde. Zusammen mit Carina und Verena Knecht, Carmen Vaas und Caroline Kuhn ergab sich auch noch ein neuer Mannschaftsrekord für die DJK Ellwangen von 10.420 Punkten. Zweite wurde Carina Knecht vor Lena Böhm (TV Neidlingen).




Schwächen im Speerwerfen sorgten dafür, dass am zweiten Tag nicht auch noch die Siebenkampfrekorde fielen. 4.000 Punkte sind für Pitan bei den deutschen Schülermeistersachaften sicher nicht unmöglich. Mit 3.912 Punkten siegte sie dieses Mal vor Lena Böhm, die mit 5,41 m im Weitsprung und 2:23,81 min über 800 m glänzte und mit 3.812 Punkten den alten Esslinger Kreisrekord von Stephanie Lichtl verbesserte. Als Dritte sorgte Carina Knecht, deren 11,70 Sekunden über die 80 m Hürden herausstachen, zusammen mit Carmen Vaas dafür, dass die Ellwanger Mädchen auch diese Mannschaftswertung mit 11.109 Punkten sicher vor der LG Staufen für sich entschieden. Wie stark der 93er-Jahrgang ist, zeigt, dass bis zum achten Platz alle die DM_Qualifikationsnorm von 3.575 Punkten übertreffen konnten.



Einen Doppelsieg gab es auch bei der M14 für Jan Schenk (TuS Metzingen). Der Schützling von Uwe Euchner musste dafür allerdings mehr kämpfen als zu erwarten war, um den Schmidener Robin Frank jeweils auf Rang zwei zu verdrängen. 2.357 zu 2.341 Punkten hieß das Ergebnis im Vierkampf, 4.561 zu 4.514 Punkten im Achtkampf. Schenk glänzte mit 11,90 über 100 m und 6,04 m im Weitsprung und sichere sich den Achtkampf-Sieg mit starken 3:10,67 min über 1.000 m. Frank gelangen 1,72 m im Hoch- und 3,30 m im Stabhochsprung. Dritte wurden Christian Mergenthaler (Renningen) im Vierkampf und Simon Oberhofer (Bad Waldsee) im Achtkampf. Bei den älteren Schülern war im Vierkampf gegen den Sigmaringer Wurfspezialisten Markus Reichle kein Kraut gewachsen. 11,89 im Sprint, 1,64 und 6,05 im Hoch- und Weitsprung ließ Reichle 18,38 m im Kugelstoßen folgen und kam damit bis auf 26 Zentimeter an den Landesrekord von Kai Koczulla heran. Da halfen Silbermedaillengewinner Stefan Vogt (Crailsheim) auch 1,92 m im Hochsprung nichts.

Der Dritte, der Wangener Marvin Magg, sicherte sich am zweiten Tag mit 4.860 Punkten überlegen den Titel im Achtkampf. Die beste Leistung im Hürdensprint mit 11,16 und starke Wurfleistungen von 43,90 m im Diskus- und 51,11 m im Speerwerfen ebneten den Weg. Stefan Vogt wurde mit 4.731 Punkten Zweiter, Stabhochsprung-Ass Jakob Köhler-Baumann (LG Filstal), u.a. 4,20 m mit dem Stab, wurde Dritter. Die Mannschaftswertungen bei den Jungs sicherte sich jeweils die LG Filstal mit Köhler-Baumann, Finn Härtel, Nico Becker, Maximilian Laturnus und Jan Steegmaier.

Die Siegerinnen bei den jüngeren Schülerinnen heißen Hanna Keppler und Edda Kuhlemann. Die Pfullingerin Keppler glänzte mit 5,24 m im Weitsprung und siegte im Vierkampf mit 2.133 Punkten vor Edda Kuhlemann (Tübingen) und Carolin Sessler (LG Winterlingen). Mit einem ausgeglichenen Siebenkampf ohne Schwächen, aus dem am zweiten Tag 33,48 m mit dem Speer herausragten, gelang Kuhlemann dann mit 3.650 Punkten ein knapper Sieg vor Jacqueline Wollmertshäuser (LG Eningen-Reutlingen), die mit 2:30,50 über 800 m noch bis auf 14 Punkte herankam. Noch stärker lief Daniela Walter (LG Neckar-Erms), der 2:29,72 für 3.547 Punkte und Rang drei reichten. Großes Lob und herzlichen Dank auch an das Kampfrichter- und Organisationsteam, das rund 200 Mehrkämpferinnen fast minutiös durch den Zeitplan brachte und mit schnellen Siegerehrungen überraschte.

Christian Hummel
 
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