Müller, Nippgen und Skupin-Alfa überzeugen auf der Hallenrunde
Alle Drei ließen ihrem 60-Meter-Titel am Sonntag den Erfolg über 200 Meter folgen.
Milo Skupin-Alfa (LG Offenburg) war dann doch etwas außer Puste nach seinem 200-Meter-Sieg in der U20. Der 18-Jährige musste sich erst einmal kurz setzen und Luft holen. 21,78 Sekunden hatte er auf die Bahn getrommelt. Auf die nicht ganz so geliebte Hallenbahn, kann man sagen. "Ich komme mit den engen Radien in der Halle nicht so klar", erzählte der Staffel-Europameister: "Ich kann da meinen natürlichen Schritt nicht so entfalten." Er war aber zufrieden, hatte sich gegenüber seinem Saisoneinstieg eine Woche zuvor an gleicher Stelle um rund zwei Zehntelsekunden gesteigert.
Die Konzentration in der Hallensaison, mit dem Höhepunkt Deutsche Jugendmeisterschaften in Halle/Saale (24./25. Februar), gilt auch eher den 60 Metern. 6,90 Sekunden ist er bei den Landesmeisterschaften dieses Wochenende gesprintet. Es fehlt nicht mehr viel zu seiner Bestzeit (6,86 sec). Mit 6,88 Sekunden war er vergangenes Wochenende eingestiegen. Noch würden im Wettkampf nicht alle Komponenten zusammenpassen, sagt er. „Eine tiefe 6,80 oder sogar 6,70er Zeit würde ich gerne laufen diesen Winter“, meint Skupin-Alfa.
Männersieger Raphael Müller lief in 21,40 Sekunden zu einer neuen persönlichen Bestzeit auf der Hallenrunde. „Ein bis zwei Zehntelsekunden würde ich mich in der Hallensaison gerne noch steigern“, sagt der Doppelmeister. Über 60 Meter hatte er etwas den Start verschlafen, es hatte trotzdem zum Titel gereicht. Er lief dieselbe Zeit wie eine Woche zuvor beim Meeting in Mannheim, 6,85 Sekunden. Bei den Deutschen Meisterschaftenin Dortmund (17./18. Februar) will er sich auf die 200 Meter konzentrieren. „Eine Finalplatzierung sollte drin sein“, sagt der Sprinter vom VfB Stuttgart, der im Freien auf der halben Stadionrunde die EM-Norm laufen möchte.
Das Sprint-Double über 60 und 200 Meter bei den Frauen holte Lisa Nippgen (LAZ Ludwigsburg). Nach ihrem Erfolg über die kurze Strecke am Samstag in 7,52 Sekunden steigerte sie sich am Sonntag über die 200 Meter auf starke 23,85 Sekunden. Die beiden Mannheimerinnen Jessica-Bianca Wessolly und Hannah Mergenthaler, die am Vortag mit der 4-x-200-Meter-Staffel der MTG den Titel gewonnen hatten, verzichteten auf einen Einzelstart über 200 Meter. Mergenthaler, die Staffel-Vize-Europameisterin der U23 erzählte, dass sie wohl nur wenige Starts in der Halle absolvieren werde.
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