Nick Thumm triumphiert bei EA-Wurf-Cup in Nikosia

  16.03.2026    WLV Wettkampf BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Wettkampfsport Leistungssport
Beim European Athletics Wurf-Cup in Nikosia präsentierten sich auch Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg in guter Form. Allen voran Speerwerfer Nick Thumm (VfB Stuttgart), der mit drei Würfen über 80 Meter den Wettbewerb gewann und damit ein starkes Ausrufezeichen zum Start der internationalen Saison setzte.

Was die Bedingungen anging, war der European Athletics Wurf-Cup in Nikosia auf der Insel Zypern am Samstag nicht gerade der Start in den Sommer. Es herrschten kühle Temperaturen, teilweise regnete es und war windig. Als zum Abschluss des ersten Tages die Männer mit dem Diskus in den Ring traten, war der zumindest einigermaßen abgetrocknet.

Das Beste kam für die DLV-Werfer zum Schluss: Drei 80-Meter-Würfe, davon einer auf 81,05 Meter, bescherten Speerwerfer Nick Thumm (VfB Stuttgart) den Sieg. Der 21-Jährige, der im Vorjahr in der U23 gewonnen hatte, konnte den Schweizer Simon Wieland in Schach halten, der ihm mit ebenfalls drei 80-Meter-Würfen und einer Tagesbestweite von 80,76 Metern dicht auf die Pelle rückte. 

Lasse Schulz (TV Plieningen), der nur einen gültigen Versuch auf 18,38 Meter verbuchte, wurde Elfter. 

Mit guten Ergebnissen Richtung Sommersaison

In Summe bedeutete das für das DLV-Team in der Männer-Konkurrenz Rang zwei. Mit 4.353 Punkten lag die deutsche Mannschaft drei Zähler vor Italien, aber 43 hinter den Griechen, die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugten. Mit sieben Medaillen, davon vier aus Gold, führten die DLV-Werferinnen und -Werfer den Medaillenspiegel der Einzelwertung klar an und dominierten mit 78 Punkten auch die Nationenwertung. 

Der Leitende Bundestrainer Wurf/Stoß Sven Lang zeigte sich vor allem mit den Leistungen der Nachwuchs-Werferinnen und -Werfer zufrieden. "Es ist erfreulich, dass einige U23-Athleten wie Nick Thumm schon jetzt den Anschluss an die Erwachsenenklasse hergestellt haben", sagte er. Ohne Zweifel das herausragende Ergebnis im deutschen Team: die 67,29 Meter von Diskuswerfer Steven Richter (LV 90 Erzgebirge) am ersten Tag. Dieser Leistung verlieh der Chef-Coach das Prädikat "Weltklasse". 

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Svenja Sapper (leichtathletik.de) / wlv