U18-EM Rieti Tag 1 | BW-Quintett darf weiter träumen
Franziska Gräter feiert Finaleinzug dank starker Schlussrunde
Den Anfang machte am Donnerstagmorgen Franziska Gräter von der TSG Schwäbisch Hall im Vorlauf über die 2.000 Meter Hindernis. Die erst 15-Jährige zeigte ein starkes Rennen und sicherte sich mit Platz zwei in 6:51,90 Minuten den direkten Finaleinzug. Die DLV-Athletin ordnete sich im zweiten Vorlauf zunächst mittig im Feld ein. Zum Start der Schlussrunde brachte sich Gräter auf Rang drei in eine gute Ausgangsposition. Auf der Zielgeraden zog die Deutsche nochmal an, überholte die Irin Ally Duffy und belohnte sich mit einem starken zweiten Platz.
Elisabeth Nawroth mit wechselhaftem erstem Tag
Elisabeth Nawroth (TSV Gomaringen) erwischte einen guten Start in ihren Siebenkampf. Im ersten von drei Vorläufen über die 100 Meter Hürden zeigte sie bei leichtem Rückenwind ein sauberes Rennen und gewann ihren Vorlauf mit neuer persönlicher Bestzeit von 14,25 Sekunden.
Nach diesem starken Auftakt folgte allerdings die große Enttäuschung im Hochsprung: Bereits mit einer Höhe von 1,57 Meter und drei ungültigen Versuchen über 1,60 Meter war für Nawroth vorzeitig Schluss. Mit einer persönlichen Bestleistung von 1,74 Meter verlor sie hier im Vergleich zu ihrem besten Siebenkampf fast 200 Punkte.
Besser lief es am Nachmittag beim Kugelstoßen. Mit 14,35 Meter stand die viertbeste Weite im gesamten Feld zu Buche und sie verbesserte sich im Gesamtfeld wieder auf Rang zehn. Ihren soliden ersten Tag beendete Nawroth mit einer Zeit von 26,26 Sekunden über die 200 Meter. Damit liegt sie nach Tag eins 162 Punkte unter ihrem bislang besten Siebenkampf mit 3236 Punkten auf Platz 11.
Jubel über Halbfinale bei Lisa Fischer
Erst nachträglich im EM-Aufgebot, rechtfertigte Lisa Fischer von der TSG Niefern ihre Nachnominierung mit dem Halbfinaleinzug über die 100 Meter. Die 17-Jährige startete direkt neben der U20-Europameisterin Ann Maevane Doualla Edimo aus Italien. Davon ließ sich Fischer aber nicht beeindrucken und sicherte sich in 11,90 Sekunden als Vierte ihres Vorlaufs das direkte Ticket für das Halbfinale am morgigen Freitag.
Keine Zweifel bei Jonathan Hummel
Jonathan Hummel von der LG Leinfelden-Echterdingen untermauerte seine Ambitionen in der Qualifikation des Stabhochsprungs von Beginn an. Schon bei seiner Einstiegshöhe über die 4,70 Meter ließ er keine Zweifel aufkommen und überquerte die Latte mit ordentlich Puffer. Aufgrund der Ergebnisse in beiden parallelen Qualifikationsgruppen musste Hummel keinen weiteren Versuch zeigen. Mit 4,70 Meter im ersten Versuch steht Hummel unter den besten zwölf Athleten und damit sicher im Finale.
Souveräne Vorstellung von Anna Pantchev
Im dritten von sechs Vorläufen über die 400 Meter lief Anna Pantchev (LAZ Ludwigsburg) auf der Außenbahn lange ein einsames Rennen und hatte das Feld auf den Innenbahnen hinter sich. Erst in der letzten Kurve zog die stärker eingeschätzte Sophia Emmanuel (Ungarn) vorbei. Die Ludwigsburgerin lieferte sich einen Dreikampf um Platz zwei, den sie in 54,54 Sekunden für sich entschied und damit souverän ins Halbfinale einzog.