U18-EM-Starter aus dem Land schlagen sich wacker

TIFLIS - Die baden-württembergischen Starter haben sich bei den ersten U18-Europameisterschaften in Georgiens Hauptstadt Tiflis wacker geschlagen. Als beste Württembergerin erreichte Hannah Budnik (TSV Gomaringen) im Hochsprung mit 1,70 m den achten Rang, nachdem sie in der Qualifikation zwei Tage zuvor noch mit 1,78 m neue Bestleistung gesprungen war.

Dem Schützling von Jörg Kinzel gelang in der Quali gleich im ersten Versuch der Sprung über die geforderte Qualihöhe von 1,78 m, wozu sie im Nachhinein bekannte, dass sie sich das schwieriger vorgestellt habe. Im Finale zwei Tage darauf klappte es mit den großen Eingangssteigerungen um fünf Zentimeter bis 1,75 m dann nicht mehr so gut. Am Ende standen gleich für vier Springerinnen 1,70 m und Rang acht im Protokoll. Erfahrungen, die die erst 16-jährige vielleicht im nächsten Jahr bei der WM in Nairobi gewinnbringend einsetzen kann.

Nach starken Vorrunden lief es auch bei den anderen Baden-Württembergern nicht mehr so rund weiter. Milo Skupin-Alfa (Offenburg) rannte im Halbfinale mit 10,43 erneut badischen Rekord und in die Favoritenrolle. Im Finale bremste ihn eine Oberschenkelverletzung bei 70 m doch erheblich, so dass er mit 10,65 noch drei Konkurrenten den Vortritt lassen musste. Vereinskamerad Raphael Thoma kam im Vorlauf über 110 m Hürden in 13,80 schon dicht an seine Bestzeit heran, kam aber im Halbfinale nach verpatztem Start nicht ins Rennen und schied mit 14,40 aus. Leia Braunagel (Baden-Baden) legte ihren Diskus gleich im ersten Versuch in der Quali genau auf die geforderten 46,00 m. Im Finale wollte die Scheibe dann nicht mehr fliegen und so blieben enttäuschende 41,60 m und Rang zwölf.

Einen Riesenlauf hatte dagegen Siebenkämpferin Johanna Siebler (Überlingen). Nach vier Bestleistungen, darunter 47,04 m mit dem Speer, erreichte die erst 16-jährige neue Bestleistung von 5.597 Punkten. In dem hochklassigen Siebenkampf, den die Ukrainerin Shukh mit Weltbestleistung von 6.186 Punkten für sich entschied, bedeutete das als beste ihres Jahrgangs Rang sechs .

Pech hatten die beiden Württemberger: 800 m-Läufer Tobias Ferreira (LG Filder) erkrankte im Vorfeld seines Starts, wollte aber dennoch unbedingt antreten und schleppte sich aussichtslos über die zwei Runden. Hürdensprinter Stefan Volzer (VfB Stuttgart) musste wegen einer Verletzung die Reise komplett absagen. Wie Budnik, Braunagel und Siebler hat er aber nächstes Jahr noch eine U18-Chance.

chu



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